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Staphylokokken-Infektionen: Symptome, Ursachen und wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten

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Das Wichtigste in Kürze
  • Staphylokokken (Staphylococcus aureus) sind häufige Bakterien, die auf der Haut und in der Nase leben. Etwa 30 % der Menschen tragen sie in der Nase, meist ohne dass es ihnen schadet.¹
  • Jeder Mensch kann eine Staphylokokken-Infektion bekommen. Das Risiko ist höher nach einer Operation oder einem Krankenhausaufenthalt, bei manchen chronischen Erkrankungen und in Umgebungen mit engem Kontakt.¹
  • Die meisten Staphylokokken-Infektionen beginnen in der Haut und können wie ein Pickel, ein Furunkel oder ein anderes Hautproblem aussehen.¹
  • Manche Staphylokokken-Infektionen sind ernst. Wenn Sie Fieber oder eine sich ausbreitende Rötung haben oder sich sehr krank fühlen, holen Sie sofort ärztliche Hilfe.

Was sind Staphylokokken?

Staphylococcus aureus, kurz Staphylokokken, gehört zu den häufigsten Bakterien am menschlichen Körper. Es lebt auf der Haut und in der Nase und verursacht bei den meisten Menschen die meiste Zeit überhaupt keine Probleme.¹ Wer Staphylokokken ohne Beschwerden trägt, gilt als „besiedelt“, und das ist weit häufiger als eine Infektion.

Probleme beginnen, wenn Staphylokokken die Haut überwinden, etwa durch einen Schnitt, eine Schürfwunde, eine Operationswunde, einen Insektenstich oder sogar einen kleinen Schnitt beim Rasieren. Dort können sie eine Infektion auslösen. MRSA (methicillinresistenter Staphylococcus aureus) ist eine Form von Staphylokokken, die auf einige gängige Antibiotika nicht anspricht, was die Behandlung erschweren kann.¹

Wer bekommt Staphylokokken?

Jeder kann sie bekommen. Staphylokokken suchen sich kein bestimmtes Alter, keinen bestimmten Beruf und keine bestimmte Sportart aus. Einige Gruppen haben aber ein höheres Risiko, so die US-Gesundheitsbehörde CDC und andere Quellen aus dem öffentlichen Gesundheitswesen:¹

  • Ältere Erwachsene und Menschen in Krankenhäusern oder Pflegeheimen, besonders nach einer Operation oder mit medizinischen Hilfsmitteln wie Kathetern oder Infusionszugängen.
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder mit einem geschwächten Immunsystem.
  • Beschäftigte im Gesundheitswesen und Pflegende, die engen Kontakt zu Menschen haben, die möglicherweise Staphylokokken tragen.
  • Familien, die zusammenwohnen, weil dort Handtücher, Rasierer, Bettwäsche und Badezimmer geteilt werden.
  • Sportlerinnen, Sportler und Fitnessstudio-Besucher, bei denen Hautkontakt, Schürfwunden und gemeinsam genutzte Geräte zusammenkommen.
  • Kinder in Kita, Schule und Jugendsport.

So sieht eine Staphylokokken-Infektion aus

Die meisten Staphylokokken-Infektionen zeigen sich auf der Haut. Sie können wie ein Pickel, ein Furunkel oder ein anderes Hautproblem aussehen.¹ Häufige Anzeichen sind:

  • eine gerötete, geschwollene Beule, die sich warm anfühlt und bei Berührung schmerzt
  • ein Furunkel oder eine eitergefüllte Stelle, manchmal mit gelber oder weißer Mitte
  • verkrustete oder honiggelbe wunde Stellen (oft als Impetigo bzw. Borkenflechte bezeichnet), häufig bei Kindern
  • eine gerötete, druckempfindliche Hautstelle, die sich ausbreitet

Staphylokokken können auch schwere Infektionen im Körperinneren verursachen, etwa im Blut, in der Lunge, an den Herzklappen oder in den Knochen.¹ Diese erfordern dringend ärztliche Behandlung.

Wie sich Staphylokokken verbreiten

Staphylokokken werden hauptsächlich durch Hautkontakt übertragen und über Dinge, die mit der Haut in Berührung kommen. Die CDC rät davon ab, Gegenstände wie Handtücher, Rasierer und Nadeln zu teilen.¹ Staphylokokken können auch auf Oberflächen sitzen, die Menschen täglich berühren: Türgriffe, Trainingsgeräte, Handys und Bettwäsche.

Deshalb werden Staphylokokken oft zwischen Menschen weitergegeben, die zusammen leben, arbeiten oder trainieren, und deshalb kann es im selben Haushalt immer wieder zu Infektionen kommen.

Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten

Rufen Sie in einer Arztpraxis an oder lassen Sie sich ärztlich versorgen, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken:

  • eine Beule oder Hautstelle, die gerötet, geschwollen, warm, schmerzhaft oder mit Eiter gefüllt ist
  • eine sich ausbreitende Rötung oder rote Streifen, die von einer Wunde ausgehen
  • Fieber oder Schüttelfrost bei einer Hautinfektion
  • eine Hautinfektion, die nicht besser wird oder immer wiederkommt
  • jede Infektion bei Menschen, die älter sind, Diabetes haben oder ein geschwächtes Immunsystem haben

Drücken Sie ein Furunkel nicht selbst aus und öffnen Sie es nicht selbst, und versuchen Sie nicht, eine vermutete Staphylokokken- oder MRSA-Infektion mit Hausmitteln zu behandeln. Eine Ärztin oder ein Arzt kann sie testen und die richtige Behandlung wählen.

So senken Sie Ihr Risiko

  • Waschen Sie sich häufig die Hände mit Wasser und Seife, oder verwenden Sie ein alkoholbasiertes Händedesinfektionsmittel.
  • Halten Sie Schnitte und Schürfwunden sauber und bedeckt, bis sie verheilt sind.
  • Teilen Sie keine Handtücher, Rasierer, Waschlappen oder andere persönliche Gegenstände.¹
  • Waschen Sie Handtücher und Bettwäsche regelmäßig und trocknen Sie sie vollständig.
  • Reinigen Sie gemeinsam genutzte Oberflächen zu Hause, besonders wenn jemand eine Hautinfektion hat.
  • Wenn Ihnen Antibiotika verschrieben werden, nehmen Sie sie genau nach Anweisung ein.
Quellen
  1. Centers for Disease Control and Prevention. Staphylococcus aureus Basics.
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