Your Skin Microbiome: The Good Bacteria That Live on You

Ihr Hautmikrobiom: Die guten Bakterien, die auf Ihnen leben

Your Skin Microbiome: The Good Bacteria That Live on You
Das Wichtigste in Kürze
  • Auf Ihrer Haut leben Millionen von Bakterien, Pilzen und Viren, das sogenannte Hautmikrobiom.1
  • Freundliche Hautbakterien helfen, Ihr Immunsystem zu trainieren, und können mit Staphylokokken konkurrieren.1
  • Einige Hauterkrankungen, darunter Ekzeme, stehen im Zusammenhang mit einer Verschiebung dieser Gemeinschaften.1,3
  • Es gibt keine nachweislich wirksame Routine, um Ihr Mikrobiom „ins Gleichgewicht zu bringen“, aber eine sanfte, feuchtigkeitsspendende Hautpflege unterstützt Ihre Hautbarriere.5

Was das Hautmikrobiom ist

Auf Ihrer Haut leben Millionen von Bakterien, Pilzen und Viren. Zusammen bezeichnet man sie als Hautmikrobiom.1 Die meisten davon sind harmlos, viele sind sogar nützlich.

Die Haut ist ein schwieriger Lebensraum. Sie ist trocken, nährstoffarm und leicht sauer, deshalb sind die Mikroben, die dort gedeihen, gut daran angepasst.1

Bei gesunden Erwachsenen bleiben diese Gemeinschaften im Lauf der Zeit meist stabil, auch wenn sich die Umgebung verändert. Zudem ist die Zusammensetzung bei jedem Menschen etwas anders, geprägt von der Körperstelle und von der einzelnen Person.1

Verschiedene Viertel auf einem Körper

Ihre Haut ist nicht ein einziger Lebensraum. Sie gleicht eher einem Stadtplan mit verschiedenen Vierteln. Fettige Bereiche, feuchte Bereiche wie Hautfalten und trockene Bereiche beherbergen jeweils eine andere Mischung von Mikroben.1

Fettige Bereiche zum Beispiel begünstigen Bakterien, die sich von Hautfett ernähren, etwa Cutibacterium acnes (auch bekannt als Propionibacterium acnes).1 Feuchte und trockene Bereiche haben ihre eigenen Stammbewohner, die an die dortigen Bedingungen angepasst sind.1

Wenn Forschende also von „dem“ Hautmikrobiom sprechen, meinen sie eigentlich viele kleine Gemeinschaften, die jeweils zu ihrem Hautabschnitt passen.

Was die guten Bakterien leisten

Die Wissenschaft lernt noch dazu, doch die Forschung deutet auf einige Arten hin, wie Hautmikroben helfen:

  • Sie trainieren Ihr Immunsystem. Hautmikroben helfen, der Immunabwehr der Haut beizubringen, wie sie reagieren soll.1
  • Sie konkurrieren mit schädlichen Bakterien. Häufige Hautbakterien wie Staphylococcus epidermidis können S. aureus dabei im Weg stehen, sich anzusiedeln.1
  • Sie bilden schützende Substanzen. Einige freundliche Hautbakterien produzieren natürliche antimikrobielle Stoffe, die gegen S. aureus wirken.1
  • Sie unterstützen die Hautbarriere. Eine Studie, auf die die US-Gesundheitsinstitute NIH hinweisen, ergab, dass S. epidermidis ein Enzym bildet, das an der Herstellung von Ceramiden beteiligt ist. Das sind Fette, die die Haut vor Wasserverlust schützen. Das Enzym fand sich in 98 % der untersuchten Proben. Bei Mäusen, die Reizstoffen oder trockenen Bedingungen ausgesetzt waren, halfen die Bakterien der Haut, Feuchtigkeit zu halten. Es ist ein Geben und Nehmen: Die Bakterien bekommen Nahrung, die Haut bekommt Schutz.2

Welche Rolle Staphylokokken spielen

Staphylococcus aureus gehört bei vielen Menschen zu den normalen Mikroben. Etwa 30 % der Menschen tragen ihn in der Nase, meist ohne dass er schadet.4 Zum Problem wird er, wenn er die Hautbarriere überwindet, etwa durch einen Schnitt, eine Schürfwunde oder eine andere Verletzung.

Einige Hautkrankheiten gehen mit einer veränderten Zusammensetzung der Hautmikroben einher.1 Bei Ekzemen (atopische Dermatitis, auch Neurodermitis genannt) zum Beispiel stellten Forschende der UC San Diego fest, dass den Betroffenen die freundlichen Hautbakterien fehlten, die antimikrobielle Peptide gegen Staphylokokken bilden, während gesunde Haut reichlich davon hatte.3 In einem kleinen frühen Test senkte das Auftragen dieser Bakterien auf Ekzemstellen die Menge an Staphylokokken.3 Das ist frühe Forschung, keine Behandlung, die Sie zu Hause anwenden können.

Das heißt auch nicht, dass alle Verwandten der Staphylokokken schlecht sind. Einige der nützlichsten Bakterien auf Ihrer Haut, etwa S. epidermidis und S. hominis, sind enge Verwandte von S. aureus.3 Entscheidend ist, welche Arten vorhanden sind und in welchem Gleichgewicht.1 Mehr dazu unter Staphylokokken und Ekzeme.

Alltagspflege für Ihre Hautbarriere

Es gibt keine nachweislich wirksame Routine, um Ihr Hautmikrobiom „ins Gleichgewicht zu bringen“. Was Hautärzte jedoch empfehlen, ist eine grundlegende Pflege, die verhindert, dass die Haut austrocknet und rissig wird. Sehen Sie es als Pflege des Zuhauses, in dem Ihre guten Bakterien leben:

  • Beschränken Sie Duschen und Bäder auf 5 bis 10 Minuten, mit warmem statt heißem Wasser.5
  • Waschen Sie sich mit einem milden Reinigungsprodukt und verwenden Sie nur so viel, wie nötig ist, um Schmutz zu entfernen.5
  • Tupfen Sie Ihre Haut sanft trocken und cremen Sie sie sofort ein, solange sie noch feucht ist.5
  • Wählen Sie parfümfreie Reinigungs- und Feuchtigkeitsprodukte und bei sehr trockener Haut eher Cremes oder Salben statt Lotionen.5
  • Verwenden Sie einen Luftbefeuchter, wenn die Raumluft trocken ist, und tragen Sie locker sitzende Baumwolle, wenn enge oder raue Stoffe Ihre Haut reizen.5
  • Teilen Sie keine Handtücher oder Rasierer mit anderen.4
  • Halten Sie Schnitte und Schürfwunden sauber und abgedeckt, bis sie verheilt sind, und versuchen Sie, verletzte Haut nicht aufzukratzen oder daran herumzuzupfen.

Wenn Ihre Haut trotz guter Gewohnheiten trocken, juckend oder gereizt bleibt, kann eine Hautärztin oder ein Hautarzt helfen, die Ursache zu finden.

Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten

Gehen Sie zu einem Arzt oder Hautarzt, wenn Sie Folgendes bemerken:

  • Eine Beule oder Stelle, die rot, geschwollen, warm, schmerzhaft oder mit Eiter gefüllt ist
  • Eine Rötung, die sich ausbreitet, oder rote Streifen, die von einer Wunde wegziehen
  • Fieber oder Schüttelfrost zusammen mit einem Hautproblem
  • Ein Ekzem, das nässt, verkrustet oder sich plötzlich verschlimmert
  • Hautinfektionen, die immer wiederkommen

Wenn Sie Fieber mit sich schnell ausbreitender Rötung haben oder sich sehr krank fühlen, suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf oder rufen Sie den Notruf 112. Versuchen Sie nicht, eine vermutete Hautinfektion mit Hausmitteln zu behandeln. Ein Arzt kann sie testen und die richtige Behandlung wählen. Die Grundlagen finden Sie in unserem Ratgeber zu Staphylokokken-Infektionen.

Quellen
  1. Byrd AL, Belkaid Y, Segre JA. The human skin microbiome. Nature Reviews Microbiology, 2018;16(3):143–155. https://www.nature.com/articles/nrmicro.2017.157
  2. National Institutes of Health. Compound produced by bacteria protects the skin. NIH Research Matters, March 1, 2022. https://www.nih.gov/news-events/nih-research-matters/compound-produced-bacteria-protects-skin
  3. UC San Diego Health. Transplanting good bacteria to kill staph. February 22, 2017. https://today.ucsd.edu/story/transplanting_good_bacteria_to_kill_staph
  4. Centers for Disease Control and Prevention. Staphylococcus aureus Basics. https://www.cdc.gov/staphylococcus-aureus/about/index.html
  5. American Academy of Dermatology. Dermatologists’ top tips for relieving dry skin. https://www.aad.org/public/everyday-care/skin-care-basics/dry/dermatologists-tips-relieve-dry-skin
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