Staph and MRSA in Older Adults: A Family Guide

Staphylokokken und MRSA bei älteren Menschen: Ein Ratgeber für Familien

Staph and MRSA in Older Adults: A Family Guide
Das Wichtigste in Kürze
  • Erkrankungen, Krankenhausaufenthalte, medizinische Hilfsmittel und ein schwächeres Immunsystem erhöhen bei älteren Menschen das Risiko für Staphylokokken-Infektionen.1,2
  • Infektionen können sich bei älteren Menschen durch Verwirrtheit, einen Sturz oder weniger Essen zeigen, manchmal ganz ohne Fieber.3
  • Fragen Sie im Krankenhaus jeden Tag, ob Katheter und Venenzugänge noch nötig sind, und bitten Sie das Personal, sich die Hände zu reinigen.5,6
  • Verwirrtheit zusammen mit Fieber, Schüttelfrost, feuchtkalter Haut oder schneller Atmung kann auf eine Sepsis hindeuten. Wählen Sie den Notruf 112.4

Warum das Alter das Risiko erhöht

Staphylokokken sind weit verbreitete Bakterien. Etwa 30 % der Menschen tragen Staphylococcus aureus in der Nase, meist ohne dass sie Schaden anrichten.1 MRSA (methicillinresistenter Staphylococcus aureus) ist eine Form von Staphylokokken, die auf einige gängige Antibiotika nicht anspricht. Ältere Menschen erkranken häufiger an diesen Keimen als jüngere.2

Mit dem Alter kommen oft mehrere Faktoren zusammen:

  • Chronische Erkrankungen wie Diabetes, Krebs und Gefäßerkrankungen.1
  • Krankenhausaufenthalte und Operationen, die Wunden und mehr Kontakt mit Keimen mit sich bringen.1
  • Medizinische Hilfsmittel wie Venenzugänge und Blasenkatheter, über die Bakterien in den Körper gelangen können.1,2
  • Das Leben in einer Langzeitpflegeeinrichtung.2
  • Ein schwächeres Immunsystem.1,2

Warum Infektionen anders aussehen können

Bei jüngeren Menschen zeigt sich eine Infektion meist durch Fieber, Schmerzen und Rötung. Bei älteren Menschen können die Anzeichen viel unauffälliger sein. Fachleute für geriatrische Pflege weisen darauf hin, dass schwere Infektionen bei älteren Menschen mitunter gar kein Fieber verursachen.3

Stattdessen bemerken Sie vielleicht Veränderungen wie diese:3

  • Neu auftretende oder zunehmende Verwirrtheit
  • Ein Sturz oder neue Schwierigkeiten beim Gehen oder Stehen
  • Weniger Essen oder Trinken als sonst
  • Ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche
  • Schwierigkeiten mit alltäglichen Aufgaben, die in der Vorwoche noch gut gingen
  • Eine chronische Erkrankung, die sich plötzlich verschlechtert

Keines dieser Anzeichen bedeutet für sich allein, dass Staphylokokken dahinterstecken. Doch wenn Ihr Vater, Ihre Mutter oder ein Großelternteil „einfach nicht wie sonst“ ist, lohnt es sich, ärztlich abklären zu lassen, ob eine Infektion die Ursache sein könnte.

Worauf Sie auf der Haut achten sollten

Die meisten Staphylokokken-Infektionen beginnen auf der Haut. Sie können wie ein Pickel, ein Furunkel oder ein anderes Hautproblem aussehen.1 MRSA-Hautinfektionen beginnen oft als geschwollene, schmerzhafte Beulen, die wie Pickel oder Spinnenbisse aussehen. Die Stelle kann sich warm anfühlen und dickflüssiges Sekret enthalten.2

Wenn Sie beim Waschen oder Anziehen helfen, werfen Sie einen kurzen Blick auf:

  • Schnitte, Schürfwunden und Hautrisse, bis sie verheilt sind
  • Operationswunden
  • Die Haut rund um Venenzugänge, Katheter und andere Hilfsmittel
  • Druckgefährdete Stellen wie Fersen, Hüften und den unteren Rücken
  • Jede Beule, die rot, geschwollen oder warm ist oder aus der Flüssigkeit austritt

Das ist besonders wichtig bei Menschen mit Gedächtnisverlust oder Sprachschwierigkeiten, die Ihnen vielleicht nicht sagen können, dass ihnen etwas wehtut. Ein kurzer, regelmäßiger Blick hilft Ihnen, eine Veränderung früh zu bemerken.

Während und nach einem Krankenhausaufenthalt

Im Krankenhaus kommt es zu einigen der schwersten Staphylokokken-Infektionen, darunter Blutstrominfektionen, Lungenentzündungen sowie Infektionen der Herzklappen und Knochen.1 Familien können helfen, das Risiko zu senken:

  • Fragen Sie jeden Tag nach den Hilfsmitteln. Die US-Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt, täglich zu fragen, ob ein Katheter oder Venenzugang noch nötig ist, damit er entfernt werden kann, sobald das sicher möglich ist.5
  • Sprechen Sie die Händereinigung an. Es ist in Ordnung, eine Ärztin, einen Arzt oder eine Pflegekraft zu bitten, sich die Hände zu reinigen, bevor sie Ihr Familienmitglied berühren.6
  • Melden Sie Veränderungen schnell. Informieren Sie das Behandlungsteam sofort über Rötung, Schwellung, Wärme oder austretende Flüssigkeit an einer Wunde oder an der Eintrittsstelle eines Hilfsmittels.5
  • Reinigen Sie Ihre eigenen Hände, wenn Sie ankommen und wenn Sie gehen. Laut der CDC ist das Risiko, sich beim Besuch einer Patientin oder eines Patienten mit MRSA anzustecken, sehr gering.5

Stellen Sie dem Team vor der Entlassung drei Fragen: Bei welchen Anzeichen sollten Sie anrufen, wen erreichen Sie außerhalb der Sprechzeiten, und wie genau versorgen Sie Wunden oder Hilfsmittel zu Hause? Schreiben Sie die Antworten auf.

Wenn Ihr Familienmitglied in einer Einrichtung lebt, lesen Sie unseren Ratgeber mit Fragen an ein Pflegeheim.

Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten

Weil die Anzeichen unauffällig sein können, vertrauen Sie Ihrem Gefühl, dass sich etwas verändert hat. Rufen Sie die Ärztin oder den Arzt an, wenn Ihr Familienmitglied Folgendes hat:

  • Eine rote, geschwollene, warme oder schmerzhafte Beule oder eine Beule, aus der Eiter austritt2
  • Eine Rötung, die sich um eine Wunde, einen Operationsschnitt oder die Eintrittsstelle eines Hilfsmittels ausbreitet5
  • Fieber, auch leichtes, zusammen mit einer Wunde oder einem Hautproblem2
  • Neu auftretende Verwirrtheit, einen Sturz oder plötzlich deutlich weniger Essen oder Trinken3

Wählen Sie den Notruf 112 oder fahren Sie in die Notaufnahme, wenn Anzeichen einer Sepsis auftreten, der extremen Reaktion des Körpers auf eine Infektion. Dazu gehören Verwirrtheit oder Desorientierung, feuchtkalte oder verschwitzte Haut, extreme Schmerzen, Fieber, Schüttelfrost oder starkes Kältegefühl, ein schneller Herzschlag oder schwacher Puls sowie Atemnot.4 Eine Sepsis ist ein medizinischer Notfall.4

Drücken Sie eine Beule nicht aus, öffnen Sie sie nicht selbst und versuchen Sie nicht, eine vermutete Infektion mit Hausmitteln zu behandeln. Eine Ärztin oder ein Arzt kann sie untersuchen und die richtige Behandlung wählen.

Wie Familien im Alltag helfen können

  • Helfen Sie Ihrem Familienmitglied, sich oft die Hände zu waschen, mindestens 20 Sekunden lang mit Wasser und Seife, oder ein Händedesinfektionsmittel mit mindestens 60 % Alkohol zu verwenden.2
  • Halten Sie Schnitte und Schürfwunden sauber und abgedeckt, bis sie verheilt sind.2
  • Teilen Sie keine Handtücher, Rasierer oder andere Gegenstände, die mit der Haut in Berührung kommen.1
  • Führen Sie eine einfache Liste der Erkrankungen, Medikamente, Hilfsmittel und früherer MRSA-Infektionen, die Sie mit allen neuen Behandelnden teilen können.
  • Wenn Antibiotika verschrieben werden, helfen Sie dabei, dass sie genau nach Anweisung eingenommen werden.

Wenn Ihr Familienmitglied MRSA hat und bei Ihnen lebt, erklärt unser Ratgeber zur Pflege von Menschen mit MRSA zu Hause Schritt für Schritt, wie Sie mit Wäsche, Reinigung und Verbänden umgehen.

Quellen
  1. Centers for Disease Control and Prevention. Staphylococcus aureus Basics. https://www.cdc.gov/staphylococcus-aureus/about/index.html
  2. Mayo Clinic. MRSA infection: Symptoms and causes. https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/mrsa/symptoms-causes/syc-20375336
  3. Flaherty E, Zwicker D. Atypical Presentation. Hartford Institute for Geriatric Nursing, NYU (ConsultGeri). https://hign.org/consultgeri/resources/protocols/atypical-presentation
  4. Centers for Disease Control and Prevention. About Sepsis. https://www.cdc.gov/sepsis/about/index.html
  5. Centers for Disease Control and Prevention. Preventing Methicillin-resistant Staphylococcus aureus (MRSA). https://www.cdc.gov/mrsa/prevention/index.html
  6. Centers for Disease Control and Prevention. Hand Hygiene in Healthcare Settings. https://www.cdc.gov/clean-hands/about/hand-hygiene-for-healthcare.html
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